Dieses Beispiel zeigt, wie mit Hilfe eines sog. HF-Clippers Sprache "komprimiert" werden kann, um die Verständlichkeit und Präsenz zu erhöhen.
Das ursprüngliche Sprachsignal wird über einen Tiefpass auf den wesentlichen Anteil der Sprache begrenzt (z.B. bis 2.5KHz) und mit einem 50KHz-Träger moduliert. Dabei entsteht ein Doppeltseitenband-moduliertes Signal (DSB) um 50KHz, wobei das obere Seitenband durch den folgenden Bandpass herausgefiltert wird. Das untere Seitenband wird verstärkt und anschließend in seiner Amplitude begrenzt (abgeschnitten), mit dem Effekt, dass leise Signalanteile relativ zu den lauten Anteilen angehoben werden. Die durch das Clippen entstandene Verzerrungen werden durch ein weiteres Bandpassfilter eliminiert und das Signal durch eine weitere Modulation wieder in das Basisband verschoben. Eine direkte Bearbeitung des Sprachsignals im Basisband ist nicht möglich, da sich hier Nutzsignal und Verzerrungen untrennbar vermischen. Die Trägerfrequenz wurde hier mit 50KHz gewählt, damit eine Verarbeitung bei einer Samplingrate von 192KHz noch problemlos möglich ist (typischer Wert einer Hardwarelösung: 455KHz).
Die Wirkung des Clippers zeigt das Hörbeispiel:
